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Nachlese Luxemburg

Remix Europa: Luxemburg und die Europäische Hauptstadt der Kultur 2022: Esch-sur-Alzette

Die Reise der ART AGENTUR KÖLN nach Luxemburg, eine der drei Hauptstädte der Kultur 2022 zeigte uns, was es heißt, Europäer zu sein.
Oft reisen wir an einen Ort, um etwas Landestypisches zu erleben: Eine Tradition oder einen Brauch, eine Speise, einen Gegenstand, den wir als Souvenir mit nach Hause nehmen können und der uns an unser einmaliges kulturelles Erlebnis erinnert. Wer das in Luxemburg gesucht hat, wurde leider nicht fündig.
Es scheint ein Paradox, aber das, was das kleine und einzig auf der Welt noch bestehende Großherzogtum so außergewöhnlich macht, ist gerade diese Abwesenheit von territorialen Besonderheiten zu Gunsten einer freundlich vertrauten Mischung aus Aspekten verschiedener Nationen unseres Kontinents, den wir Europa nennen. Und das haben wir in den vier Tagen der Reise der ART AGENTUR KÖLN nach Luxemburg kennengelernt.

Luxemburg ist nicht nur geografisch das Zentrum Europas, sondern auch in kultureller Hinsicht. Hier tummeln sich in den Vitrinen der Bäcker deutsches Schwarzbrot, aber auch französische Pain au chocolat. In den Restaurants essen wir vorweg eine deftige Bouneschlupp (Bohnensuppe mit Wurzeln in der industriellen Vergangenheit des Landes), als Hauptspeise dann eine Königinnenpastete. In der Sprache finden wir auch das Deutsche und Französische, aber auf Spaziergängen in den mit historistischer Architektur gesäumten gemütlichen Innenstädten hören wir doch auch oft die mysteriösen Laute der portugiesischen Sprache, die gesprochen, fast ohne Vokale auszukommen scheint. Beinahe die Hälfte der 640.000 Einwohner von Luxemburg ist nicht hier geboren oder hat einen Migrationshintergrund. Zu dieser Multikulturalität kommt hinzu die größte Grenzmobilität Europas mit den drei Nachbarländern: Deutschland, Frankreich und Belgien.
Wenn man all diese Aspekte zusammen betrachtet, erscheint es mehr als logisch, dass die grenzenlose Reisefreiheit, eine der größten Errungenschaften der EU, nach einem kleinen Städtchen im südlichen Dreiländereck benannt worden ist: Das erstmals 1985 verfasste Schengen Abkommen erlaubt es uns, unseren Reisepass gut verstaut zu Hause in der Schublade zu lassen, wenn wir durch eines der 26 Mitgliedsländer reisen wollen.

Die Reise der ART AGENTUR KÖLN vom 3. - 6. Mai 2022 hat uns dieses freie Europa näher gebracht. Das Programm wollte sich ausdrücklich nicht nur in der Kunst bewegen, sondern auch die Schnittstellen mit anderen Bereichen der europäischen Kulturen beleuchten. Ein Highlight war der exklusive Besuch der Europäischen Investitionsbank, in der wir vom Präsidenten höchstpersönlich empfangen wurden. Uns wurde nicht nur eindrücklich die Wichtigkeit solcher europäischen Institutionen für die Förderung innereuropäischer Projekte verdeutlicht, sondern auch die Bedeutung von Kunst in der Institution durch einen Vortrag über die hauseigene Kunstsammlung.
Im von leoh Ming Pei gestaltete MUDAM, das unweit der EIB gelegene Museum für zeitgenössische Kunst in Luxemburg Stadt, haben wir hochkarätige Kunst europäischer Künstler gesehen. Bemerkenswert war die Ausstellung der britischen Künstlerin Lynette Yiadom-Boakye, die in vielen Museen der EU im Moment zu sehen ist und deren Themen sich gerade auch mit Interkulturalität auseinandersetzen.

Ein ganzer Tag war der Entdeckung eines der gelungensten Projekte des Strukturwandels des Landes, zweifelsohne aber auch der ganzen EU gewidmet: In der ehemaligen Arbeiterstadt Esch-sur-Alzette, die von der industriellen Revolution bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts zu einer der wichtigsten Stahlhütten Europas gehörte, hat der Chefarchitekt der Region, Jean Goedert persönlich, uns in die Geheimnisse der Umwandlung einer Industrieanlage in einen modernen Wissenscampus eingeweiht. Die Ausstellungen befassten sich aber nicht nur mit lokalen Themen, sondern behandelten in multimedialen Installationen in den Gebäuden der ehemaligen Stahlhütte generelle Aspekte und Probleme unserer Zeit.
Der Besuch des Nationalmuseums für Kunst und Geschichte und einer der Hotspots für experimentelle zeitgenössische Kunst, des Casinos Luxemburg zeigten uns auch, dass Luxemburg es sehr wohl mit den Kultur- und Kunst Hotspots Paris, Berlin und London aufnehmen kann!

Abgerundet wurde das Programm nicht nur durch eine Kostprobe von Crémants de Luxembourg, sondern auch durch ein atemberaubendes Klavierkonzert von Lang Lang in der vom französischen Architekten entworfenen Philharmonie de Luxembourg und einem Besuch im Gourmet- Restaurant Clairefontaine. Auch auf unseren artistisch anmutenden Tellern fanden wir ein Stück Europa: Ein korsischer Frischkäse traf auf lokalen Rhabarber und Fenchel.

Luxemburg ist nicht nur in Bezug auf kulturelle Aspekte ein Mikrobeispiel für europäisches Leben, sondern auch ein Vorbild für die Zukunft in umweltpolitischen Fragen: Der öffentliche Nahverkehr im Land ist für alle kostenfrei, dementsprechend sind wir viel mit dem umweltschonenden und modernen Schienenverkehr unterwegs gewesen. Bei Abreise war es allen klar, dass wir der europäischen Idee ein großes Stück näher gekommen waren.
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